Werkstatt im vareo-Netz: Wartung und Service von Regionalzügen
DB-Regio-Werkstatt auf dem historischen Bahngelände „Köln-Deutzerfeld“
In Köln Deutz hat DB Regio eine eigene Werkstatt zur Instandsetzung der vareo-Fahrzeuge errichtet. Die Werkstatt auf dem historischen Bahngelände „Köln-Deutzerfeld“ ist speziell für die Wartung der 56 Coradia LINT 54 und 81 Triebwagen des Herstellers Alstom ausgelegt, in die DB Regio NRW rund 312 Millionen Euro investierte.
Wie werden die Züge im vareo-Netz gewartet?
Damit du sicher und zuverlässig unterwegs bist, werden alle Züge im vareo-Netz regelmäßig gewartet und geprüft. Die Instandhaltung erfolgt nach festen Intervallen sowie bei Bedarf – rund um die Uhr. Moderne Werkstätten sorgen dafür, dass Technik, Komfort und Sicherheit jederzeit auf höchstem Niveau bleiben. In der dreigleisigen Werkstatt stehen für die Fahrzeuginstandhaltung fünf Arbeitsstände zur Verfügung. Arbeiten auf dem Zugdach werden von einer modernen Dacharbeitsbühne ausgeführt, die an der Hallendecke montiert ist: Diese wird nahezu spaltfrei an das bereitstehende Fahrzeug herangefahren, damit sich die Mitarbeiter in der Höhe sicher bewegen können. Ein weiterer Vorteil: Die Bühne erstreckt sich seitlich über die komplette Zuglänge, die je nach Fahrzeugtyp etwa zwischen 54 und 81 Metern beträgt. Das erleichtert den Zugang zu allen Bereichen und spart wertvolle Zeit. Auf mehreren Ebenen kann so auch parallel gearbeitet werden.
Um den Mitarbeitern bei ihren Tätigkeiten an den unteren Zugteilen eine ergonomisch optimale Arbeitsposition zu bieten, ist die Werkstatt mit aufgeständerten Gleisen und Arbeitsgruben ausgerüstet. Etwa einen halben Meter ist der Hallenboden um die Gleise herum abgesenkt. Für Arbeiten an der Fahrzeugunterseite können leistungsfähige Hebebockanlagen die bis zu 140 Tonnen schweren Züge anheben. Dies ist zum Beispiel notwendig, wenn die unten liegenden Antriebseinheiten geprüft, repariert oder ausgetauscht werden müssen
Moderne Werkstatthalle für eine effiziente Instandhaltug der vareo-Züge
Um die über 5.000 m² große Halle an kalten Tagen möglichst energiesparend zu beheizen, wird eine Deckenstrahlheizung installiert, die nach dem Prinzip der Sonne funktioniert: Strahlung erwärmt den Raum ähnlich wie die Sonne und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Es müssen keine übertemperierten Luftmengen bewegt werden, so dass bei einem behaglicheren Wärmeempfinden die Energiemengen und -kosten gesenkt werden. In den Neubau investiert DB Regio NRW über 12 Millionen Euro.